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DJ BoBo mit WFP in Afrika: BoBo sorgt für die Musik


Copyright: Michael Ansermet.
DJ BoBo zu Besuch in einer Schule in Kibera, dem größten Slum der Welt.


DJ Bobo ist zurück in Afrika. 2007 besuchte er zum ersten Mal als «Botschafter gegen den Hunger» Projekte des UN World Food Programme (WFP) in Äthiopien. Diesmal besichtigt der Schweizer Popstar auf eigene Kosten WFP-Projekte in Kenia und Äthiopien, für die er bereits über 200.000 Euro gesammelt hat.

«Schon die Farben könnten kaum gegensätzlicher sein: Bei der Fahrt durch das wohlhabende Zentrum von Nairobi springt uns von allen Seiten das saftige Grün der Palmen, der Gärten und der Parks ins Auge. Doch keine 30 Minuten dauert es und unser Jeep erreicht inmitten von Kenias Hauptstadt eine unendliche Landschaft aus braunen Verschlägen, braunen Wegen, braungrauen Dächern – Kibera, das grösste Slum der Welt.

Kaum angekommen schallt es mir aus Dutzenden Kindermündern entgegen: «How are you? How are you? How are you?» Viel mehr Englisch können die wenigsten, aber auch so verstehe ich, wie freundlich auch alle Erwachsenen grüssen. Über eine Million bitterarme Menschen leben hier auf engstem Raum und doch können wir unbehelligt durch die engen Gassen wandern und bei den Tomatenverkaufern verweilen, Bananen kaufen und Berge von selbst gemachter Holzkohle bewundern.

Dank Henry dürfen wir auch ein Zuhause von innen sehen: Der 12-jährige Junge führt uns durch eine niedrige Blechtür, hinter der sich ein kaum einen Meter breiter Gang auftut, von dem rechts und links winzige Zimmer abgehen – eins davon ist Henrys Zuhause: Mit seiner Grossmutter und sieben weiteren Kindern lebt der Waise in einem dunklen Verschlag, schemenhaft sind in der wohl dreimal vier Meter grossen Kammer ein Sessel, ein kleiner Tisch und zwei kleine Betten zu erkennen – und ein winziges Baby! Henrys Tante, 20 Jahre, hat vor vier Tagen ihr zweites Kind bekommen.

Wenn es Glück hat, wird es in ein paar Jahren auch auf Henrys Schule gehen, die ein paar Gassen weiter über den Dächern von Kibera liegt. Ich bin beeindruckt, wie engagiert hier 549 Kinder aus Kibera in einfachen Holzverschlägen Lesen und Schreiben, Rechnen und Englisch lernen – und Trommeln. Ein Dutzend Jungen und Mädchen wirbeln mit ihren Händen und Schlagstöcken über alle Arten von grossen und kleinen Trommeln, und sie laden mich ein, auch mein Glück zu versuchen.

Zur Belohnung gibt es Mittagessen für alle Schüler, die sich schnell anstellen. Ein schwerer Mais-Bohnen-Brei landet aus einem grossen Topf auf jedem Teller, für viele Kinder ist das Essen vom UN World Food Programme die einzige Mahlzeit am Tag. Ohne so eine Schulmahlzeit müssten viele von ihnen ihr Essen erbetteln oder arbeiten statt zur Schule zu gehen. So aber bekommen sie eine Ausbildung und eine Chance auf eine Zukunft ohne Hunger und Armut – zwei Schüler haben in diesem Jahr sogar ein Stipendium für die Universität bekommen.»

Den ersten Teil des Blogs von DJ BoBo über seinen Besuch des Flüchtlingslagers Kakuma finden Sie hier .



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