DJ BoBo ist zurück in Afrika. 2007 besuchte er zum ersten Mal als «Botschafter gegen den Hunger» Projekte des UN World Food Program (WFP) in Äthiopien. Diesmal besucht der Schweizer Popstar auf eigene Kosten WFP-Projekte in Kenia und Äthiopien, für die er bereits über 300'000 Franken gesammelt hat. In seinem Blog berichtet er für uns direkt aus Afrika. Es ist wie einen Freund zu treffen, der leider Tausende Kilometer weit weg wohnt: Nach zweieinhalb Jahren bin ich wieder in Äthiopien, das mein Herz gewonnen hat, als ich 2007 das erste Mal dort war. Ich reise wieder in ganz in den Norden, ins bergige Hochland von Tigray. Dort will ich sehen, was aus den Projekten geworden ist, für die ich seit meiner letzten Reise Geld gesammelt habe. Ich hätte mir nicht träumen lassen, wie sie buchstäblich erblüht sind. Wir fahren Kurve um Kurve, Serpentine um Serpentine durch die Berge von Tigray nach Enaberead. Früher gab es hier viel Regen, die Bauern und Bauerinnen konnten an den Berghängen genügend Getreide ernten und sie und ihre Kinder wurden satt. Bis der Klimawandel kam. Durch den Klimawandel regnete es immer seltener in Enaberead, der Boden trocknete aus, selbst die Büsche und Baume starben und ein Teufelskreis entstand: Ist der Boden nur Stein und Staub, sinkt der verbleibende Regen auch nicht mehr in die Erde – er schiesst über den steinigen Boden wie eine Flutwelle ins Tal. So wurden die Hänge von Enaberead zur Steppe und die Bauern zu Hungernden. Doch sie haben ihr Schicksal in die Hand genommen. Das Prinzip ist ganz einfach: Der Regen hat kleine Flussbetten in den Boden gefressen, die zu Autobahnen für das wertvolle Wasser werden. Wenn man in diese Autobahnen aber viele kleine Raststätten einbaut, bleibt das Wasser in den Hängen von Enaberead. Und genau das ist in den letzten zwei Jahren gelungen: Wir wandern das Flussbett entlang immer weiter bergauf und sehen einen Damm nach dem anderen, den die Bauern aus Steinen aufgetürmt haben. Damit ihre Familien derweil nicht Not leiden, hat das UN World Food Programme sie während der Arbeit mit Nahrungsmitteln versorgt. Heute staut sich im Flussbett überall das Wasser, die Baume und Büsche spriessen wieder, der einst staubige Berghang liegt in sattem Grün. Und zahllose Bauern treffe ich links und rechts der Dämme, die in ihren Feldern sitzen und ihre Sichel immer wieder in das goldene Korn sausen lassen. Danke im Namen von vielen tausend Menschen für Eure Unterstützung! Euer DJ BoBo Hier finden Sie die bisherigen Blog-Einträge von DJ BoBo: - DJ BoBo im Flüchtlingslager Kakuma - DJ BoBo in Kibera |