WFP Büro Berlin
+49 30 206149-0
WFP.Berlin@wfp.org

WFP Büro Genf
+41 22 917 85 81


UN World Food Programme
Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen

DJ BoBo mit WFP in Afrika: Essen macht gesund!


Copyright: Michael Ansermet.
DJ BoBo bei der Verteilung von WFP-Hilfe im Rahmen eines HIV-Projekts.


DJ Bobo ist zurück in Afrika. 2007 besuchte er zum ersten Mal als „Botschafter gegen den Hunger“ Projekte des UN World Food Programme (WFP) in Äthiopien. Diesmal besucht der Schweizer Popstar auf eigene Kosten WFP-Projekte in Kenia und Äthiopien, für die er bereits über 200.000 Euro gesammelt hat. In seinem Blog berichtet er direkt aus Afrika.

Essen macht satt, das weiss jeder. Wie Essen todkranke Menschen auch fast gesund machen kann, erlebt man in Axum. An meinem zweiten Tag zurück in Äthiopien besuchen wir ein HIV-Projekt. Rund 100 Menschen, darunter viele junge Frauen, sitzen im Halbschatten vor einer Lagerhalle.

Am Eingang erwarten sie zwei Helfer mit langen Listen voller Namen. Nach und nach kommen die Väter und Mütter, viele mit ihren Kindern auf dem Rücken, zum Hallentor, drücken ihren Finger in ein Stempelkissen und pressen ihn danach auf eine Karte. Eine junge Frau im weissen Gewand unterschreibt mit ihrem Fingerabdruck, dann geht sie in die Halle, wo vier weitere freiwillige Helferinnen auf sie warten und neben grossen Kornsäcken des UN World Food Programme sitzen.

Für jede Frau füllen sie einen kleinen Eimer mit Mais-Soja-Pulver und einen mit Linsen – ihre Ration für einen Monat. Ich schenke jeder ein DJ Bobo T-Shirt als Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen Aids und gehe ihnen ein wenig zur Hand. Das Korn rauscht in den grossen Sack der Mutter im weissen Gewand, die ihn nach draussen trägt. Dort wartet ein junges Mädchen, das auf glühenden Kohlen grosse Plastikflaschen voller Salat-Öl in heissem Wasser köchelt – so wird es flüssiger und die 3-Liter-Ration für jede Familie kann besser abgefüllt werden.

Die Frauen und Männer bekommen Hilfe, weil sie sich und ihren Familien gerade nicht mehr helfen können. Und damit sie wieder gesund werden: Viele machen eine Therapie, weil Hilfsorganisationen inzwischen weltweit viel mehr kostenlose HIV-Aids-Medikamente verteilen können. Dank der Therapie werden die meisten Patienten noch Jahre und Jahrzehnte ein normales Leben führen, ihre Felder bestellen, ihr Vieh züchten und ihre Familien versorgen können.

Aber nur unter einer Bedingung: Die Therapie nützt nichts, wenn die Menschen nicht sehr gut ernährt sind, weil sie sonst die sehr starken Medikamente nicht vertragen. Unterernährte Menschen müssen die Therapie bis zu sechsmal häufiger abbrechen als normal Genährte. Deshalb gilt: Nur Essen und Medizin gibt den Menschen ein fast normales Leben zurück. Und hilft ihnen, sich bald wieder selbst helfen zu können.
Euer DJ BoBo



Kontakt:

WFP Berlin
Tel.: +49 (0)30-20 61 49-0



World Food Programme © 2009