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UN World Food Programme
Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen

Überblick



Die größte humanitäre Organisation der Welt. Aber immer noch viel zu klein.

Das United Nations World Food Programme hilft jedes Jahr bis zu 90 Millionen Menschen. Besser, es wären 963 Millionen. Denn so viele Menschen gehen jeden Abend hungrig schlafen. Tag für Tag sterben 25.000 Menschen an den Folgen des Hungers.

Auf der Liste der Millenniumsentwicklungsziele der UN steht der Kampf gegen den Hunger deshalb an oberster Stelle: Bis zum Jahr 2015 soll die Anteil der Hungernden an der Weltbevölkerung halbiert werden.


Wem helfen wir?


Den Opfern von Naturkatastrophen und Gewalt: Ob im Bürgerkrieg in Darfur oder im Libanon, ob in den von Erdbeben verwüsteten Regionen Pakistans oder in den Tsunami-Gebieten – WFP war und ist stets der wichtigste Nahrungsmittellieferant und Partner der Regierungen und Hilfsorganisationen vor Ort.

Den Armen: Ihr Schicksal macht selten Schlagzeilen. Viele bleiben langfristig Opfer des Hungers: Von Babys, deren Mütter sie nicht versorgen können, bis hin zu Älteren, die keine Angehörigen mehr haben, die sich um sie kümmern. Es sind arbeitslose Bewohner der städtischen Slums, landlose Bauern, die anderer Leute Felder bestellen, AIDS-Kranke und AIDS-Waisen, die spezielle Nahrung brauchen, um zu überleben.

Den Frauen: Frauen sind unsere wichtigsten Partner im Kampf gegen Hunger und Armut. Sie bereiten die Nahrung nicht nur zu, sie säen und ernten meistens auch. Nahrungsmittelhilfe erreicht ihre Ziele am besten in den Händen von Frauen.


Wo helfen wir?


WFP hilft in rund 80 der ärmsten Länder der Welt. 2007 hat WFP mit seiner Nahrungsmittelhilfe 86,1 Millionen Menschen unterstützt. Unsere Teams sind von der südlichen Sahara über den Mittleren Osten bis hin nach Lateinamerika und Asien im Einsatz.

3,3 Millionen Tonnen Nahrungsmittel hat WFP im Jahr 2007 zu hungernden Menschen auf der ganzen Welt gebracht: 30 Schiffe, 70 Flugzeuge, 5000 Lastwagen und im Notfall auch Kamele, Esel oder Elefanten sind Tag für Tag im Einsatz, um hungernden Menschen überall auf der Welt schnelle und elementare Überlebenshilfe zu leisten.


Wie helfen wir?




Fast Food: die Katastrophenhilfe von WFP: Ob Menschen auf der Flucht vor dem Krieg sind oder Überschwemmungen ihr Land verwüsten, ob AIDS ihr Leben zerstört oder Dürrekatastrophen sie treffen – Hunger ist oft die erste und größte Bedrohung für ihr Überleben. Im Jahr 2006 hat das UN World Food Programme über 60 Millionen Menschen in den immer zahlreicher werdenden Katastrophengebieten mit Nahrung versorgt. Nahrungsmittel schnell an die richtigen Orte zu bringen und sie dort mit den geeigneten Partnern an bedürftige Menschen zu verteilen, oft unter schwierigsten Bedingungen – das kann keine andere Organisation so schnell, so gezielt und in solchem Umfang wie WFP.

Essen macht klug: Entwicklungsorientierte Nahrungsmittelhilfe. Für ein hungriges Kind ist es schwer, sich zu konzentrieren. Eine hungernde Familie kann ihre Kinder nicht zur Schule schicken, da sie zu Hause als Arbeitskräfte unentbehrlich sind. Ein chronisch hungriger Säugling kann durch Unterernährung unumkehrbare Schäden erleiden.

Weil es einen so engen Zusammenhang zwischen Nahrung, Bildung, Gesundheit, individuellen Lebenschancen und der wirtschaftlichen Stärke eines Landes gibt, gehören Schulspeisungsprogramme zu den bevorzugten Maßnahmen von WFP. Wir versorgen rund 20 Millionen Kinder mit Schulspeisungen – und dadurch auch mit mehr Bildung: Denn mit der Schulspeisung steigt die Zahl der Kinder und vor allem der Mädchen, die zur Schule geschickt werden, deutlich an.

Noch immer gehen 59 Millionen Kinder hungrig zur Schule, 29 Millionen allein in Afrika.

Die Ernährer ernähren: Nahrungsmittelhilfe und AIDS. Im Jahr 2006 hat WFP in über 50 Ländern AIDS-bezogene Hilfsprojekte mit Nahrungsmitteln unterstützt. Meistens leisten wir unmittelbare Hilfe für verwaiste Kinder und für Familien, in denen die Haupternährer erkrankt sind und nicht mehr arbeiten können. Nahrungsmittel können auch schon zu einem früheren Zeitpunkt helfen, die verheerenden Folgen von AIDS abzumildern: Ausreichende Nahrung verzögert den Ausbruch der Krankheit wesentlich und erhöht die Wirksamkeit von Medikamenten. Sind Aids-Patienten hingegen unterernährt, vertragen sie häufig die starken Nebenwirkungen der antiretroviralen Medikamente nicht - mit dramatischen Folgen: Bei unterernährten Patienten ist die Gefahr sechsmal so groß, dass sie noch während der Behandlung sterben.
Weil ausreichende Nahrung denAusbruch der Krankheit verzögert und die Wirksamkeit von Medikamenten erhöht, gewinnen infizierte Eltern Zeit und Kraft, um länger für sich und ihre Kinder sorgen zu können. Diese Kinder haben dann eine viel größere Chance, von ihren Eltern zu lernen – etwa wie man ein Feld bestellt, und sich so selbst ernährt. Der drohende Verlust dieser elementaren Fähigkeiten bei einer ganzen Generation – in Afrika wachsen südlich der Sahara inzwischen zwölf Millionen Kinder ohne Eltern auf – ist eine der vielen katastrophalen Folgen der weltweiten AIDS-Epidemie.

Food for Work: Mit Nahrungsmittellöhnen gibt WFP hungernden Menschen die Chance auf eine bessere Zukunft: Die Unterstützung mit Nahrungsmitteln gibt den Bauern Zeit und Energie, um produktive Anbaumethoden zu entwickeln und sich wieder selbst ernähren zu können. In ehemaligen Kriegsgebieten bietet WFP Nahrungsmittellöhne als Anreiz an, damit Soldaten ihre Waffen abgeben und einen beuen Beuf erlernen. Auch beim Bau von Bewässerungssystemen oder Brücken entlohnt WFP Arbeitskräfte mit Nahrungsmitteln.


Geschichte des WFP


Eigentlich sollte WFP 1963 als Experiment für drei Jahre gegründet werden, aber schon 1962 musste WFP seine Arbeit aufnehmen: Ein Erdbeben erschütterte den Iran im September, im Oktober verwüstete ein Wirbelsturm Thailand und das gerade unabhängig gewordene Algerien musste fünf Millionen Flüchtlinge wieder ansiedeln. Nahrungsmittelhilfe wurde dringend benötigt, und WFP hat sie geliefert. Daran hat sich bis heute nichts geändert.


Wie ist WFP organisiert?


WFP wird von einem Exekutive Board geführt, das aus 36 Mitgliedsstaaten besteht. Der UN-Generalsekretär und der Generaldirektor der FAO ernannten im November 2006 Josette Sheeran zur Exekutiv-Direktorin von WFP.


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