Photo: WFP/Tom Haskell
Photo: WFP/Shehzad Noorani

GENUG NAHRUNGSMITTEL
FÜR ALLE


Dieses Leid und dieser Verlust sind vermeidbar. Seit Jahrzehnten gibt es nämlich genügend Nahrungsmittel auf dieser Welt, um alle zu ernähren. Natürlich kann man Probleme der Nahrungsmittelversorgung nie ganz verhindern. Überschwemmungen, Erdbeben und riesige Flüchtlingsströme werden immer wieder Hunger produzieren. Seit mehr als 40 Jahren bringt WFP, das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, Nahrungsmittel zu den Menschen, die sie benötigen. Und zwar rasch. WFP ist die größte humanitäre Organisation weltweit und beherrscht das ganze Spektrum der Logistik – vom Beladen von Eseln und Yaks bis zu Luftbrücken, von der Errichtung satellitengestützter Kommunikationsnetzwerke bis zur Kontrolle von Hilfslieferungen.

Nur acht Prozent der Hungeropfer sterben in dramatischen, aufsehenerregenden Notsituationen. Weltweit leiden heute über 800 Millionen Menschen an chronischer Unterernährung: Frauen, Kinder, Kranke und Alte. Über 90 Prozent derjenigen, die sterben, stecken in der Armutsfalle in entlegenen ländlichen Gebieten oder städtischen Slums. Über sie berichtet niemand. Sie sterben einfach. WFP erreicht jedes Jahr etwa 90 Millionen hungriger Menschen in 80 Ländern. Die Organisation liefert Bohnen, Reis, Öl, Salz und mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichterte Nahrungsmittel. Nach Möglichkeit versuchen wir die Wirtschaft in Entwicklungsländern zu unterstützen, in dem wir Nahrungsmittel von lokalen oder regionalen Märkten kaufen. WFP ist der größte Käufer von afrikanischem Getreide.

Unsere Nahrungsmittelhilfe zielt darauf ab, den besonderen Ernährungsbedarf von Frauen und Kindern, die am häufigsten unter Hunger leiden, zu befriedigen. Unsere Schulspeisungsprogramme erreichen über 15 Millionen Schulkinder – wobei jede Mahlzeit nur 0,20 Euro pro Tag kostet. Durch die Schulspeisung steigt die Anwesenheit in den Schulen rapide an. Gibt es eine bessere Investition in die Zukunft?

Das ist jedenfalls ein Anfang. Aber wir könnten mehr tun. Nach wie vor erreichen wir hunderte von Millionen von Menschen nicht, die mit Hunger leben müssen. Wir wollen diese Zahl weltweit halbieren. Mit Ihrer Hilfe schaffen wir das.


Photo: WFP/Tom Haskell

Photo: WFP/Alejandro Chicheri

Hilfe für Marie
Marie Rose Vervenet lebt in Haiti. Sie ist 45, hat zwei erwachsene Söhne, eine 11-jährige Tochter und einen fünf Jahre alten Adoptiv-Sohn. Vor neun Jahren erfuhr sie, daß sie HIV-positiv ist. Vor sechs Jahren begann sie, Medikamente einzunehmen. Anfangs fiel es ihr und ihrer Familie sehr schwer, die Medikamente zu bezahlen. Jetzt bekommt sie Hilfe von einer haitischen NGO (Nichtregierungsorganisation), die vom WFP unterstützt wird.

Marie sagt: “Das Essen vom WFP hilft mir, wieder auf die Beine zu kommen“. Dadurch und durch die Medikamente bleibt ihr wertvolle Zeit, die sie nun ihren Kindern widmen kann.